Europäische Kulturpolitik - Ein bottom-up process

7 participants refinement | 17 Mar - 31 Mar 2019

"Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen".

Joseph Beuys

Was sind Deine Forderungen für eine europäische Kulturpolitik?

Gemeinsam soll in den nächsten fünf Wochen ein Forderungskatalog erarbeitet werden, der während des Workshops Cultural Policy from Below auf der Konferenz A Soul for Europe am 13. April 2019 vorgestellt und diskutiert wird.

Kultur wurde 1992 mit dem Maastricht-Vertrag als Themenfeld in die europäische Politik aufgenommen. Jedoch betonen einige Mitgliedstaaten, heute wie damals, das Subsidiaritätsprinzip und betrachten Kultur als eine rein nationale Angelegenheit. Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 wurde Kultur als politisches Instrumenteingesetzt mit der Absicht, eine gemeinsame Idee Europas voranzutreiben und der EU eine “Seele” jenseits wirtschaftlicher Interessen zu geben. Kurz vor dem Abschluss des Programms “Kreatives Europa” 2014-2020 muss man jedoch konstatieren, dass Kultur (hauptsächlich gemeint als die Kreativbranche) vorrangig als Instrument der Wachstumsstrategie der EU aufgefasst wurde - und weniger zur Förderung eines europäischen “common ground” oder zur Stärkung der Künste als autonome Sphäre europäischer Gesellschaften. Gleichzeitig werden die Handlungsfelder der EU im Kulturbereich größer (von Urheberrechtsfragen bis hin zum Schutz kultureller Vielfalt), sodass Kulturpolitik mittlerweile in jedem europäischen Wahlprogramm thematisiert wird. (Siehe Anhänge)

Polis180 engagiert sich in einem bottom-up Prozess, um Künstler*innen und Kulturmanager*innen eine Stimme zu geben. Im Hinblick auf die kommenden Europawahlen am 26. Mai wollen wir uns über die Zukunft der europäischen Kulturpolitik austauschen und Forderungen für die Kulturbranche erarbeiten!

Zu den Themen, die unter “Kulturpolitik” fallen, zählen beispielsweise:

  • Kunst- und Kulturförderung - Vernetzung, Austausch und Förderung von Kulturschaffenden (Creative Europe, Urheberechtsreform)

  • Gemeinschaft Europa?
    Europa auf der Suche nach “common ground” - kulturell zueinanderfinden?

  • Vielfalt der kulturellen Ausdrucksformen fördern und schützen
    Europa als Standort künstlerischer und kultureller Freiheit

  • Europäische auswärtige Kulturpolitik
    Welche Rolle soll die EU als kulturpolitischer Akteur haben? Was kommt nach EUNIC?

In drei Phasen: Ideation/Refinement/Voting wollen wir den Forderungskatalog vorbereiten.

Am 16. Februar hat unsere Arbeit mit einem Einstiegsworkshop angefangen.

Am 13. März treffen wir uns zu einem Refinement Workshop im Rahmen des F(EU)ture Festival wieder.

Am 2. April treffen wir uns wieder in Berlin, um unsere Forderungen gemeinsam zu feilen und eine erste Auswahl zu treffen!

Ob in Berlin oder nicht, macht mit und teilt mit uns Eure Forderungen für die Zukunft der europäischen Kulturpolitik!

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